Regionale Wertschöpfungsketten brauchen mehr politische Unterstützung

Regionalität und regionale Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelwirtschaft werden zwar von vielen Seiten gefordert, bedürfen aber der Unterstützung durch konkrete politische Maßnahmen. Zur Förderung der Wertschöpfungsketten von landwirtschaftlichen Betrieben und regionalem Lebensmittelhandwerk wie Fleischer und Bäcker sind deshalb die Nachweis- , Dokumentations- und Kennzeichnungsvorschriften sowie das Baurecht an die Erfordernisse und die Möglichkeiten der Betriebe anzupassen. Diese Anforderungen sollten verhältnismäßig, bürokratiearm und pragmatisch ausgestaltet werden. Notwendig ist auch ein Zukunftsprogramm zur Förderung regionaler Wertschöpfungsketten von Landwirtschaft und Handwerk. Das sind die Ergebnisse einer Veranstaltung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin.

Unter dem Titel „Hohe Ansprüche versus politische Realitäten – Sind wirtschaftliche Wertschöpfungsketten wirklich gewollt?“ diskutierten Vertreter des DBV und des ZDH auf der Bühne des IGW-Erlebnisbauernhofes die politischen Herausforderungen, um der Versorgung mit Nahrungsmitteln aus der Region einen höheren Stellenwert zu geben. In der Diskussion wurde aber auch deutlich, dass Nahrungsmittel häufig viel regionaler sind, als es für den Verbraucher ersichtlich ist. Ohne weitere Labels einführen zu wollen, gelte es, die Regionalität transparenter zu machen. Angesichts der gemeinsamen Herausforderungen vereinbarten ZDH und DBV, künftig noch enger zusammenzuarbeiten.

Die Teilnehmer der Diskussion waren der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk, Herbert Dohrmann, der Präsident des Deutschen Konditorenbundes und Beauftragter des ZDH-Präsidiums für ländliche Räume, Gerhard Schenk, der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch, Johannes Röring, sowie der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken.


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