Milch und Schwein

Insgesamt zeigen sich die Teilmärkte bei der Milch weitestgehend stabil und die Preise tendieren leicht fester. Dennoch wächst zeitgleich auch die Konkurrenz aus dem Ausland und vor allem günstigere Offerten und der Euro-Wechselkurs erschweren derzeit den Außenhandel. Preissteigernde Faktoren sind die steigende Nachfrage aus der Gastronomie, Urlaubs- und Ferienende sowie rückläufige Lagerbestände. Preissenkende Faktoren sind günstige Offerten aus dem Ausland, der Euro-Wechselkurs und die Folgen der Corona Pandemie.
Der ASP-Ausbruch auf deutschen Boden führt zunächst beim Schwein zu einem fortgesetzten ruinösen Preistief und bringt die Absatzströme durcheinander. Das ganze Ausmaß des Seuchengeschehens ist noch unbekannt. Daher bleibt vorerst quälende Ungewißheit über die Dauer der weiteren Entwicklung. Anstrengungen zur Eindämmung der Seuchenausbreitung sind eingeleitet und werden verstärkt. Politische Aktivitäten zur Eingrenzung der Liefersperren nach dem Regionalisierungsprinzip laufen auf Hochtouren. Ähnlich der Coronavirus-Pandemie wird man sich auf eine längere Wartezeit einstellen müssen. Preissteigernde Faktoren sind mögliche Absatzchancen auf dem EU-Binnenmarkt, Preisvorteile beim Export durch niedrige Einstandspreise und eine hoffentlich wachsende Anerkennung der Regionalisierung. Preissenkende Faktoren sind die starkt eingebrochenen Drittlandsexporte, das bis dato unbekannte Ausmaß des Seucheneinbruchs, anhaltend knappe Be- und Verarbeitungskapazitäten sowie die mittlerweile lange Dauer des Ausnahmezustands. ZMP


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